Gelles, Judy

Judy Gelles, Philadelphia, USA (July 31, 1944 – March 14, 2020)

Judy Gelles erwarb ihren MFA in Fotografie an der Rhode Island School of Design und ihren Master in Beratung an der University of Miami. Ihre Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Los Angeles County Museum of Art, dem Philadelphia Museum of Art, dem Brooklyn Museum of Art und dem Museum of Modern Art in Rio de Janeiro, Brasilien. Sie hatte Aufenthalte in der MacDowell Colony, dem Visual Studies Workshop und dem Atlantic Center for the Arts. Zu den Auszeichnungen gehören ein Stipendium der Lomax Family Foundation, ein Individual Artist Grant des Rhode Island State Council On The Arts, ein Independence Foundation Fellowship in The Arts, ein Mid-Atlantic Arts Foundation Artist as Catalyst Grant, ein Stipendium von WYBE Public Television, ein Philadelphia Stories New Program Grant und eine Fleisher Challenge Artist Exhibition. Im Jahr 2009 wurde sie von Critical Mass als eine der 50 besten Fotografen in den USA aufgeführt. Ihre Arbeiten wurden im Ms. Magazine, Vision Magazine, Beijing, China, Camerawork, New Art Examiner, Artweek und Photography Now veröffentlicht.

Mother & Father

Diese Bilder zeigen meine Eltern an ihrem Hochzeitstag. Der Text beschreibt die Beziehung, als mein Vater 60 Jahre später an Krebs stirbt.
Ich habe schon früh erkannt, dass der unmittelbarste und stärkste Einfluss auf meine Arbeit die Familie ist. Die Familie ist eine der wichtigsten Sozialisationsinstanzen der Gesellschaft, die Kultur, Werte und Verhaltensmodelle an jede Generation weitergibt. Seit meinem vierzehnten Lebensjahr führe ich täglich ein Tagebuch. Als ich 1977 mit dem Fotografieren begann, war es naheliegend, meine Tagebuchaufzeichnungen mit Bildern zu kombinieren. Mein Ziel ist es, Gedanken, Ideen, Erinnerungen und Diskussionen zu wecken. Was als persönliche Aufzeichnung begann, hat sich zu einem sozialen Dokument entwickelt. In meiner Arbeit untersuchen Künstler und Betrachter gleichermaßen die Details des familiären und sozialen Lebens und erfahren mehr darüber, wer und was man in der gesellschaftlich organisierten Welt ist.  Ich verwende autobiografische Geschichten, um die subtile Art und Weise darzustellen, wie wir in unserer Kultur gelehrt werden, männlich und weiblich zu sein. Der Text dient nicht einfach der Beschreibung, sondern fügt dem Werk eine weitere Ebene hinzu. Ich will zeigen, dass die Realität nicht hart und einfach ist, sondern vielschichtig und zerbrechlich, dass Menschen in komplexen Gesellschaften dazu neigen, mehrere Rollen zu spielen." Judy Gelles 2006

Sammlungen

Philadelphia Museum of Art, Philadelphia, PA
Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles, CA
Skirball Cultural Center, Los Angeles, CA
Akron Art Museum, Akron, OH
Dayton Museum of Art. Dayton, OH
Southeast Museum of Photography, Daytona Beach, FL
Haverford College, Haverford, PA
Lehigh University, Bethlehem, PA
Brooklyn Museum of Art, Artist Book Collection, Brooklyn, NY
Museum of Modern Art, NY, Artist Book Collection, New York, NY
Museum of Fine Arts/Boston, Artist Book Collection, Boston, MA
Harvard University Fine Arts Library, Cambridge, MA
The MacDowell Colony, Peterborough, NH
Photographic Resource Center, Boston, MA
Newport Art Museum, Newport, RI
Danforth Museum of Art, Framingham, MA
Rhode Island School of Design Museum, Providence, RI
Philadelphia Free Library, Print and Picture Collection, Philadelphia, PA
Hebrew Home, Riverdale, NY
Sprint Art Collections, Overland Park, KS

Bücher

Judy Gelles, Beach Boxes, One Picture Book Number 24, Nazraeli Press, 2004.
Judy Gelles, Florida Family Portrait, Visual Studies Workshop, Rochester, NY, 2002.
Judy Gelles, When We Were Ten, Visual Studies Workshop, Rochester, NY, 1997.

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