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Sixtorama 1994

Sixtorama 1994

Nach oder während der Arbeit mit Mehrlochkameras gab es unterschiedliche Anlässe zu dieser Serie.

Die liegende Frau ist seit der Renaissance eines der wichtigen kunsthistorischen Themen in der Malerei. Mir widerstrebte immer noch die Idee an der Aktfotografie zu arbeiten. Zu dieser Zeit wurde die Aktfotografie von Helmut Newton intensiv diskutiert, angeführt von Deutschlands führender Feministin Alice Schwarzer. Sie argumentierte gegen eine Serie, in der Newton einige seiner Akte mit Landschaften und Birkenwäldern kombiniert hatte.

Damals experimentierte ich mit einem meiner 19-Loch-Panorama-Kamera. Ich konnte diese Panoramen immer noch nicht aus einer ganzen Länge von 35-mm-Film drucken, sondern konnte nur in kleinen Teilabzügen geprinted werden. Aus dieser Erfahrung heraus überlegte ich noch einmal, wie schwierig es ist, ein Panorama wahrzunehmen, das wir tatsächlich im Detail wahrnehmen und gemeinsam in unserem Kopf bauen. Ab einer bestimmten Länge ist das menschliche Auge nicht in der Lage, das vollständige Bild aufzunehmen. Daraufhin baute ich sechs Kameras, um meine Freundin in Segmenten in voller Länge zu fotografieren. Es wurde ein großes Forschungsprojekt, um die Auswirkungen von Vordergrund und Hintergrund in der Lochkamerafotografie zu untersuchen und ein eigenes Bild der liegenden Schönheit zu erarbeiten.

Portfolio & Künstlerbuch Sistoramas:
20 SW-Abzüge von 1994
jeweils 54 x 11,5 cm / 21,1 "x 4,5"
Auflage 10 + 1

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