Sokolowska, Ursula

Ursula Sokolowska, Krakau, Polen

Ursula Sokolowska wurde in Krakau, Polen, geboren. Sie studierte Fotografie am Columbia College (1997-99) und schloss 2001 ihren BFA an der School of the Art Institute of Chicago ab. Obwohl ihre Arbeit sehr persönlich ist, sind ihre Bilder auch eine Reflexion über die Trennung des Körpers vom Bewusstsein und die Objektivierung. Ihre Fotografien sind in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden, darunter das Art Institute of Chicago, das Museum of Contemporary Photography, die University of Illinois at Chicago und Tanqueray. Zu ihren Ausstellungen gehören The Travelling Gallery, Edinburgh, Schottland, Saatchi Gallery, Zoo Art Fair, Royal Academy of Arts, London, Vereinigtes Königreich, Minnesota Center for Photography und Schneider Gallery, Chicago, IL. Ihre Arbeiten wurden in der Zeitschrift CameraArts, Light & Lens: Photography in the Digital Age und in der Chicago Tribune veröffentlicht.

 

Untitled #117

Diese Arbeit befasst sich mit dem Trauma und der Ungewissheit, die aus der Kindheit stammen.  Ich beziehe mich dabei insbesondere auf meine eigene Erziehung als polnischer Einwanderer. Es gibt einen Unterton von Hilflosigkeit und Irreführung in Verbindung mit einer Art schizophrener Erziehung, Exkommunikation und ständiger Bewegung. Typischerweise war die von den Älteren überlieferte Vorstellung von Kindern, dass sie keine Wahl hätten. Häufig hörte ich das polnische Äquivalent des Satzes "Kinder sollte man sehen, nicht hören". Ich versuche, diesen Kindern eine Stimme zu geben.

Diese Fotografien sind projektionsbasierte Installationen. Die Modelle sind Schaufensterpuppen und ihre Gesichter sind Projektionen. Die Gesichter der Kinder sind Dias, die mein Vater von mir gemacht hat, als er noch an meinem Leben beteiligt war. Die anderen Dias sind heutige Bilder, die ich von meiner Mutter, meinem Vater und mir selbst aufgenommen habe. Mein Ziel ist es, meine eigene Kindheit zu rekonstruieren und die Vergangenheit im Guten wie im Schlechten zu stärken. Das Ergebnis ist eine beunruhigende Nachstellung von Ereignissen, die zwar beunruhigend erscheinen mögen, aber weit weniger im Zusammenhang mit den realen Ereignissen stehen, die sich zugetragen haben.

Ursula Sokolowskas Arbeiten in den Sammlungen von

Kunstinstitut von Chicago, Chicago, IL, USA
Midwest Photographers Project, Museum für zeitgenössische Fotografie, Chicago, IL, USA
Universität von Illinois in Chicago, Chicago, IL, USA
Tanqueray, New York, NY, USA
 

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