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10. Mai 2020: Eric Renner – ein Verlust für die Fotoszene

Eric Renner – Ikone der Lochkamera-Fotografie

Eric Renner aus San Lorenzo, Künstler und Spezialist auf dem Gebiet der Lochkamera-Fotografie, verstarb unerwartet am 09. April 2020 in Las Cruses, New Mexico, im Alter von 78 Jahren.
Eric Renner wurde 1941 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren und wuchs bei seinen Eltern Richard L. Renner, Grafikkünstler, und Emma (Josie) Wallach Renner, Therapeutin, in Ambler auf. Nachdem er den Bachelor of Science an der University of Cincinnati in Ohio absolvierte, zog er für seinen Master of Fine Arts nach Michigan und erhielt diesen von der Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills.

 

Später zog Renner nach New Mexico. Dort wohnte er erst in Santa Fe und daraufhin in Mimbres Valley, nahe Silver City, wo er sich sein Haus mit einem Studio einrichtete, welches seinen einzigartigen künstlerischen Blickwinkel widerspiegelte. Er erschuf mit der Lochkamera Werke, die sich in den Sammlungen von Museen weltweit wiederfinden. Darunter The Museum of Modern Art, New York City; the Museum of Modern Art, Mexico City; George Eastman House International Museum of Photography and Film, Rochester, New York; und die staatlichen Museen in Kanada, Brasilien, Frankreich und Polen. Eric Renners Arbeiten wurden in unzähligen Einzelausstellungen in den vereinigten Staaten, China, Japan, Brasilien usw. gezeigt. Er schrieb außerdem das Buch: „Pinhole Photography: From Historic Technique to Digital Application”, wovon momentan die 4. Auflage gedruckt wird, und erhielt etliche Auszeichnungen und Ehrungen, einschließlich des New Mexico Gouverneur Preises für Exzellenz in Künsten („New Mexico Governor’s Award for Excellence In The Arts in 2015“) zusammen mit seiner Ehefrau Nancy Spencer.

Im Jahre 2013 spendeten Renner und Spencer ihre Sammlung an Lochkamera-Werken bestehend aus 6.000 Fotografien von 500 Fotografen aus 35 verschiedenen Ländern an das New Mexico Museum of History. In der Ausstellung „Poeten des Lichts“, welche im April 2014 eröffnet wurde, wurde die Sammlung der Lochkamera-Bilder vorgestellt und weitere anderthalb Jahre ausgestellt. „Poeten des Lichts“ reiste später zu dem National Media Museum in Bradford, England.

Gemeinsam mit seiner Frau und Mitarbeiterin Nancy Spencer fertigte Renner Fotografien und Assemblagen an und gab nebenbei Fotografie-Unterricht. Das Paar leitete gemeinsam die Webseite „Pinhole Resource“, bestehend aus einer Clearinggesellschaft und Lieferanten von Büchern, Überlieferungen und Informationen über linsenlose Fotografie. Zwischen 1985 und 2006 publizierten die beiden außerdem das Lochkamera Journal („Pinhole-Journal“), worin Werke und relevante Artikel erschienen.

Eric Renner war eine seltene und wundervolle Seele, deren Geist noch lange in den Gedanken der vielen Meschen überleben wird, deren Leben er berührte. Er war bekannt für sein wildes, ungebändigtes Haar, sein einnehmendes Lächeln, seine farbenfrohe Kleidung, die Leidenschaft für die Lochkamera-Fotografie und seinen erhebenden Sinn für Humor. Doch trotz alledem bleiben Erinnerungen an seine vor Überzeugung strotzende Aura, seiner Selbstzufriedenheit, die einerseits beneidenswert und andererseits inspirierend war.

Hinterlassen hat Eric Renner seine Ehefrau Nancy Spencer, seine Schwester Susan Schoenfeld aus Souderton, Pennsylvania; seine Söhne Zephyr Renner aus Albuquerque, New Mexico und Yarian Renner aus Los Angeles, California; seine Stiefkinder Yates Spencer of Lexington, Virginia and Beth Spencer of Silver City, New Mexico und ihr Ehemann Abel Duffy.

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