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Ausstellung Neuer Kunstverein Aschaffenburg 1/4

The art association Neuer Kunstverein e.V. Aschaffenburg

Neuer Kunstverein Aschaffenburg e.V. in der Kulturstadt des bayerischen Unterfranken.

Über Neuer Kunstverein Aschaffenburg

Neben dem Schlossmuseum und der Kunsthalle Jesuitenkirche befindet sich das KunstLANDing in den Straßen Aschaffenburgs. Schon 1872 wurde das Haus errichtet und bietet eine wechselvolle Geschichte. Das klassizistische Gebäude diente unter anderem als Brauhaus, Post, Schule und Jugendhaus. Bevor der Neue Kunstverein Aschaffenburg e.V. (NKV) einzog, stand es zwei Jahre leer. Das ca. 1000m² große Haus ist in drei Stockwerke untergliedert und bietet viel Raum für die Präsentation von Bildern, Skulpturen und veranlasst auch die Gestaltung der Gegebenheiten für das Arrangieren von Arbeiten mit den neusten Medien wie Video, Fotografie, Film und Ähnlichem, mit Blick auf zukünftigen Entwicklungen künstlerischer Ausdrucksformen. Die Architektur weist eine Neutralität auf und der charmante Innenhof und die hellen Räume unterschiedlicher Größen zeichnen das KunstLANDing aus. 1991 wurde darin der NKV gegründet und von dem Verein durch Eigenarbeit renoviert.
In den Jahren von 1991 und 1998, also die Zeit bevor der Verein in die Landingstraße einzog, wurden die Ausstellungen in der Ausstellungshalle „Kunstraum am Rathaus“ zusammengefügt. Zusätzlich war der NKV auf Gastauftritte in der städtischen Jesuitenkirche angewiesen.         
Das Anwesen steht heute unter Denkmalschutz und behielt diverse authentische Architekturelemente, wie zum Beispiel das Treppenhaus und die Holzfußböden, die neben den weiten Räumlichkeiten ein schönes Ambiente bieten. Im Jahr 1998 wurde das Bauwerk zu KunstLANDing getauft und war ab dem Zeitpunkt für Ausstellungen nutzbar. Seither gilt es als ein Ort für zahlreiche Führungen und Aktionen und eröffnet einen lebendigen Raum der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.
Der NKV wurde im Februar 1991 mit der Vorsitzenden, Elisabeth Claus, gegründet. Mit etwa 400 Mitgliedern (Stand 2016) widmet sich der Kunstverein gegenwärtiger und experimenteller Kunst, welche in Form von Themen- und Gruppenausstellungen mit regionalen und internationalen Künstlern organisiert werden. Dabei sind die Ausstellungen in Reihen gegliedert, die sich in einzelne Ebenen, in Material, Land, Thema und Politik gruppieren und als Ganzes mit einer Vielfalt an Kunst den NKV charakterisieren.
Bemerkenswert ist die erste und zugleich erfolgreichste Ausstellung des Kunstvereins, die den Namen „papier = kunst“ trägt und bis zur heutigen Zeit schon ganze neunmal vertreten wurde.  Diese Ausstellung begann 1981 und knüpft an die lange Tradition der Papierherstellung, bis nach dem 2. Weltkrieg, in Aschaffenburg an. Der Fokus dieser Ausstellung liegt darin, Papier als etwas Individuelles in der Kunst zu werten. Dazu gezogen werden Künstler, die Papier als eigenständiges Medium verwenden.

 

Kooperationen 


Der NKV zeichnet sich damit aus, internationale Kooperationen zu knüpfen um das KunstLANDing mit vielfältigen Kunstformen zu bereichern. Darunter fallen beispielsweise die Ausstellung „Coming of Age“, welche zeitgenössische Kunst aus Zimbabwe, Afrika zeigte und Ausstellungen in Kontakt mit Korea aus den Jahren 2007 und 2010 mit den Namen „Zukunft ist Haje“ und „Couples – Paarlauf, Korea meets Germany“. Begrenzt auf den europäischen Raum, interessierte sich der Kunstverein unter anderem für die finnländische („Close to Nature“ – 2010) und sogar wiederholender, für die italienische Kunst. Die regionale Vernetzung definiert sich durch lokale Künstler und Kooperationen mit Hochschulen und Schulen. 2018 präsentierten Studierende in der Ausstellung „Rezepte für währenddessen und danach“ medienübergreifende Arbeiten, worin Dokumentarfilm, Video, Fotografie, bis hin zu Objekten, installative Setzungen und Performance vertreten wurden, welche die Themenbereiche eines künstlerischen Studiums abdecken. Der NKV engagiert sich auch für die jüngere Generation und errichtete das KinderLANDing. Für jede Ausstellung lädt der NKV zu einem Workshop ein, der zur künstlerischen Förderung, von Kindern im Alter von 5-13 Jahren, arrangiert wird. Die jungen Nachkommen setzen ihre Erfahrung der aktuellen Ausstellung in unterschiedlichen Medien (Malerei, Papier-, Holz- und Metallarbeiten) kreativ um. Damit steht der Kunstverein mit seinem Namen als wichtiger Träger von kultureller Bildung in der Kunst.
Zusätzlich verleiht der NKV alle zwei bis drei Jahre Förderpreise um das soziale Engagement, was den Kunstverein ausmacht, zu vertiefen. Außerdem wird seit 1993 jedes Jahr ein Weihnachtskunstmarkt organisiert, wovon vor allem regionale Künstler profitieren.

 

Charakteristika über den Verein


Nicht nur die regionale Vernetzung und die soziale Beteiligung sind charakterisierende Merkmale des Vereins, sondern auch die Vielfältigkeit der zeitgenössischen und experimentellen Kunst gliedern den großen Rahmen an Angebot. In dem KunstLANDing sind vielzählige Ausstellungen zu sehen, die sich immer auf unterschiedliche Materialien konzentrieren. Diverse Medien wie Fotografie, Film, Malerei und Akustik vermitteln Kunst auf verschiedene Wege. Raumgreifende Installationen überschreiten den zweidimensionalem Bilderraum und Installationen, die außerhalb des Gebäudes stattfinden, erweitern den künstlerischen Horizont. Transformierende Ausstellungen, die sich durch äußere Bedingungen stetig verändern („LOS DER KYBERNETIK“ – 2016) und künstlerische Interventionen der Außenfassade des KunstLANDings („wechselweise“ – 2003) charakterisieren das breite Spektrum verschiedener Kunstrichtungen des Kunstvereins. Der NKV vertraut sich zudem wechselnden Kuratoren an, die an der Diversität der Ausstellungen aktiv mitwirken.
Mit der Bereicherung der Kulturlandschaft setzte sich der Kunstverein bei der Gründung das Ziel, etwas zu bewegen. Das hohe künstlerische Potential bietet eine Plattform zur Präsentation von Arbeiten und Künstlern, geprägt von Regionalität und Internationalität.
Beharrlichkeit, Durchsetzungs- und Überzeugungsfähigkeit sind die motivierenden Eigenschaften der Vorsitzenden, die die Stadt mit dem Neuen Kunstverein Aschaffenburg e.V.  kulturell ergänzen.

Aschaffenburg ist eine kreisfreie Stadt im schönen Unterfranken in Bayern. Am Main entlang, mit einer Fläche von über 62km² lädt die Stadt mit ihrem kulturellen Erbe etwa 71.000 Einwohnern Menschen aus aller Welt ein. Die Stadt bietet ein umfassendes Angebot, wie etwa das aus rotem Sandstein erbaute Schloss Johannisburg, das Pompejanum (ein Nachbau einer römischen Villa), ein klassizistisches Stadttheater, das Hofgarten-Kabarett, ein Casino-Kino und das Schloss Schönbusch.

Autorin

Michelle Hewett, geboren am 12. September 1995 in Flensburg
Studiengang: Literatur, Kultur, Medien und Medienwissenschaften
Praktikum: im Atelier Thomas Kellner 2020
Besondere Interessen: Film, Literatur, Kultur und Reisen
Ziele: In Amerika leben

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