AtelierAusstellungen

Offenes Atelier September 2018

Open studio - Vier unter einem Dach 20
September 29 - October 20, 2018
Atelier Friedrichstrasse, Siegen, Germany

„Kellners Kontaktbögen wirken, wie wir sehen, zerstreut, aufgeregt und anregend.  Auf diese Art und Weise verdeutlichen sie die zentrale Position des Einzelnen und formen gleichzeitig die Fotoarbeit und das Bauwerk.” Alison Pappas, Der Weltraum dazwischen, in: Thomas Kellner (Hrg.), Thomas Kellner. Houston, we've had a problem!, Lüdenscheid, Berlin 2013, 32.

 

20 Jahre Atelier Thomas Kellner

Am 30. September öffnet der Siegener Künstler Thomas Kellner um 11 Uhr die Türen seines Ateliers für ein kunstinteressiertes Publikum aus der Umgebung im Rahmen eines „Open Studios“. Im Vordergrund der Ausstellung stehen das 20-jährige Atelier-Jubiläum und sein neustes Projekt „Grand Canyon“, das dort erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. So entsteht genau dort, wo der Künstler sonst selbst Hand anlegt, ein Ausstellungsort, der Besucher in kreativer Atmosphäre Kunst erleben lässt.
Bereits 20 Jahre beherbergt die Friedrichstraße 42 das Atelier des Künstlers Thomas Kellner. Hier entsteht Kunst, von der ersten Idee bis zum fertigen Bild. Bekannt ist der Fotokünstler für seine einzigartige Arbeit mit Kontaktabzügen, mit denen er architektonische Highlights weltweit zum Tanzen bringt. Es ist ein Prozess von Zerstörung des eigentlichen Objekts und Konstruktion eines neuen Gebildes und Bildes, das durch die Zusammensetzung einzelner Detailaufnahmen seinen Charakter erhält. Von diesem Alleinstellungsmal in der Kunst, über die Arbeit mit Lochkamera, Fotogramm, Linolschnitt, Collagen und Installationen, bis zur Inszenierung verschiedenster Ausstellungen - alles passiert hier, im eigenen Atelier, dem Labor des Künstlers.
Mittelpunkt der kommenden Ausstellung sind zwei Bilder des „Grand Canyon“, wobei die größere Ausführung nicht nur aufgrund einer Länge von 4,5 Metern alle Blicke auf sich zieht. Das Kunstwerk besteht aus insgesamt 60 Filmen und 2160 kleinen Fotos, mit denen der Künstler die monumentale Landschaft Amerikas nach seiner einzigartigen Methode neu zusammenstellt und in Bewegung versetzt. Diese eigene visuelle Bildsprache und die Dimension des „Grand Canyon“ offenbart sich der Öffentlichkeit beim „Open Studio“ zum ersten Mal. Hiernach wandert das Werk in das amerikanische Museum in Großbritannien.
Neben den eigenen Arbeiten finden sich auch Kunstwerke von den Künstlerkollegen Dr. Sabiene Autsch, Dr. Jochen Dietrich, Xenia Frisan, Lutz Krämer, Melanie Müller, Bodo Schäfer und Martin Steiner wieder, die Mitglieder des Künstlerhauses waren. Die Kunstwerke aus gemeinsamen Ausstellungen und der hauseigenen Sammlung sowie Leihgaben lassen die gemeinsame Zeit wieder aufleben und erinnern an die vergangenen Jahrzehnte des Ateliers Friedrichstraße. Seinem direkten Arbeitskollegen Jochen Dietrich widmet Kellner eine Wand im ehemals gemeinsamen Atelier für die Arbeit „Obsolete Houses“. Diese Fotoserie zeigt Architektur, die der Künstler auf seiner Portugalreise 2015/16 fotografiert oder aus Immobilienanzeigen entnommen und malerisch überarbeitet hat. Heutzutage hat hier im Atelier nur noch Thomas Kellner seinen Arbeitsplatz und ermöglicht seinem Publikum als Künstler und Kurator beim „Open Studio“ einen Blick auf Kunst und Ateliergeschichte.

Open Studio – 20 Jahre Atelier Friedrichstraße
Ausstellung der Werke von: Dr. Sabiene Autsch, Dr. Jochen Dietrich, Xenia Frisan, Thomas Kellner, Lutz Krämer, Melanie Müller, Bodo Schäfer, Martin Steiner
Ausstellungseröffnung: 30.09.2018, 11 Uhr
Begrüßung durch den Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen Steffen Muus
Ausstellungsdauer: 30.09.2018 – 20.10.2018
Friedrichstraße 42, 57072 Siegen
Tel.: +49 271 2383343


 

Danke an meine Kollegen Jochen, Sabiene, Martin, Xenia, Lutz, Bodo, Melanie und Lutzfür die schöne gemeinsame Zeit hier im Atelier Friedrichstrasse. Danke an Bürgermeister Steffen Mues und die KEG für den Raum, Danke an innogy für 20 Jahre Unterstützung an dieser Stelle und Danke an den Kunstverein  für die Aufnahme in den Kunstsommer. Danke an meine Frau Helga.

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